Der Verbund

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist eine Nahverkehrsorganisation, die nach dem sogenannten Drei-Ebenen-Modell organisiert ist.

Das Drei-Ebenen-Modell

Die politische Ebene
Städte und Kreise

Laut ÖPNV-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen müssen Städte und Kreise den Öffentlichen Personennahverkehr in ihrem Gebiet organisieren. Um den ÖPNV bestmöglich und einheitlich zu gestalten, haben sich die Kommunen im Kooperationsraum A zu zwei Zweckverbänden zusammengeschlossen: Der Zweckverband VRR besteht aus 19 Städten und fünf Kreisen, der Nahverkehrszweckverband Niederrhein (NVN) besteht aus zwei Kreisen. Die beiden Zweckverbände erledigen ihre ÖPNV-Aufgaben jedoch nicht selbst, sondern haben diese auf die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Anstalt öffentlichen Rechts (VRR AöR) übertragen. Die Kommunen haben aber trotzdem Einfluss auf die Entscheidungsfindung im Verbund. Denn sie entsenden Politikerinnen und Politiker in die Verbandsversammlungen der beiden Zweckverbände. Die Mitglieder der Verbandsversammlung wiederum besetzen die höchsten Entscheidungsgremien des VRR: den Verwaltungsrat der VRR AöR, den Vergabeausschuss sowie die vorberatenden Ausschüsse. Der Verwaltungsrat wiederum bestellt den Vorstand der VRR AöR.

Die Management-Ebene
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR

In der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR sind alle Aufgaben und Kompetenzen des Verbundes organisatorisch gebündelt. Sie ist über ihre einzelnen Organe eng mit der politischen und der operativen Ebene verknüpft. Der Vorstand führt die Geschäfte und leitet eigenverantwortlich die AöR. Im Verwaltungsrat sitzen Politikerinnen und Politiker aus den Verbandsversammlungen der Zweckverbände, also aus den Kommunen, und vier Leiter von im VRR tätigen Verkehrsunternehmen. Der Verwaltungsrat entscheidet über fast alle Angelegenheiten rund um den Nahverkehr in der Region. Außerdem überwacht er die Geschäftsführung des Vorstands der VRR AöR. Die Verbandsversammlungen der Zweckverbände entsenden auch Mitglieder in die Ausschüsse der AöR. Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Verwaltungsrates fachlich vor. Nur der Vergabeausschuss trifft eigene Entscheidung, beispielsweise zu Wettbewerbsverfahren im SPNV und bestehenden Verkehrsverträgen. Der Unternehmensbeirat verbindet die Management- mit der operativen Ebene. Über ihn werden die kommunalen und privaten Verkehrsunternehmen sowie die Eisenbahnverkehrsunternehmen in die Verbundstruktur eingebunden und an der politischen Willensbildung beteiligt.

Die operative Ebene
Verkehrsunternehmen

Die kommunalen und privaten Verkehrsbetriebe sowie die Eisenbahnverkehrsunternehmen bilden die operative Ebene des VRR. Sie sind über unterschiedliche Verträge in den VRR eingebunden. Außerdem vertreten sie als „Konzessionierte Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr“ (KViV) ihre Interessen bei der Gestaltung des ÖPNV im Verbundraum. Sie arbeiten mit der VRR AöR in fünf Arbeitskreisen zusammen – und zwar in den Bereichen „rechtliche Angelegenheiten“, „wirtschaftliche Angelegenheiten“, „Marketing, Tarif und Vertrieb“, „Technik, Informationstechnologie und Sicherheit“ und „Nahverkehrsmanagement“. Die VRR AöR stimmt sich bei allen für die Verkehrsunternehmen bedeutsamen Entscheidungen mit den KViV ab.

ZV VRR Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur

Der VRR ist Eigentümer zahlreicher Schienenfahrzeuge – teilweise gemeinsam mit anderen Aufgabenträgern –, die er Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Betrieb von SPNV-Linien oder -Netzen zur Verfügung stellt. Dies ist beispielsweise beim RRX und der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr der Fall. Die Züge sind beim VRR im sogenannten „ZV VRR Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur“ (ZV VRR FaIn-EB) untergebracht, einem Eigenbetrieb des Zweckverbandes VRR. Er gibt der Beschaffung, Finanzierung und dem operativen Geschäft rund um die Züge einen verlässlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmen.

Der Vorstand

Portraitfoto VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser

VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser

Ronald R.F. Lünser ist Vorstandssprecher der VRR AöR und vertritt in dieser Funktion den VRR in der Öffentlichkeit. Zu seinem Ressort zählen die Abteilungen „ÖPNV-Management / Einnahmenaufteilung“, „SPNV-Wettbewerb / Vertragsmanagement / Planung“, „Betriebsorganisation / IT / Personal / Service“ und „Finanzen / Controlling / Gremien“. Darüber hinaus steht er dem Justiziariat des VRR vor und der Stabsstelle „Recht / Vergaben“.

Der zweifache Familienvater und leidenschaftliche Motorradfahrer wurde 1964 in Mecklenburg-Vorpommern geboren und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bau- und Betriebstechnologien der Eisenbahnen sowie weitgreifendes interdisziplinäres Fachwissen zur Verkehrsbranche und Infrastruktur und umfangreiche Kenntnisse in SPNV-Ausschreibungsverfahren, Wettbewerbs- und Vergaberecht.

Seit 2007 fungierte er als Vorsitzender der Geschäftsführung und Eisenbahnbetriebsleiter bei der Abellio Rail NRW GmbH in Hagen und entwickelte dieses Unternehmen zum Qualitätsführer im nordrhein-westfälischen SPNV mit zuletzt 370 Mitarbeitern und einem erwirtschafteten Umsatz von 110 Millionen Euro.

Während dieser Zeit war er ab 2010 auch Mitglied der erweiterten Geschäftsführung in der Konzernleitung von Abellio Deutschland und darüber hinaus auch Gründungsgeschäftsführer von Abellio Rail in Mitteldeutschland sowie Abellio Rail in Baden-Württemberg und führte ab 2015 als Vorsitzender auch die Gesellschafterversammlung der Westfalenbahn.

Nebenberuflich studierte er Mitte der 2000er Jahre Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und war vor seiner Zeit bei Abellio in Leitungsaufgaben u. a. für die Dortmunder Eisenbahn GmbH und für die Veolia Cargo Deutschland GmbH tätig. Ronald R.F. Lünser ist gelernter Eisenbahner, neben dem Studium der Schienenfahrzeugtechnik und Transporttechnologie besitzt er eine Zulassung als Lokführer und das Staatsexamen zum Eisenbahnbetriebsleiter.

Portraitfoto VRR-Vorstand José Luis Castrillo

VRR-Vorstand José Luis Castrillo

José Luis Castrillo ist seit 1. Januar 2014 Vorstand der VRR AöR. Zu seinem Ressort gehören die Abteilungen „Marketing“ und „Information / Innovation“, die Stabsstellen „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ und „Technische Steuerung, Beratung und Konzeption (IKT)“ sowie die Kompetenzcenter Digitalisierung und Sicherheit des Landes NRW. Der studierte Betriebswirt wurde 1970 geboren und arbeitete zunächst mehrere Jahre in der Telekommunikationsbranche im Bereich Marketing.

Bevor er Anfang 2014 in den Vorstand der VRR AöR wechselte, war er bereits mehr als zehn Jahre in der Nahverkehrsbranche tätig – zuletzt als Prokurist und Bereichsleiter des Kundenmanagements bei der Via Verkehrsgesellschaft mbH. José Luis Castrillo engagiert sich im Preis- und Vertriebsausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Zudem ist er seit 2018 Mitglied des VDV-Präsidiums als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates in der Sparte Verbund- und Aufgabenträgerorganisationen.

Organigramm VRR

Hier können Sie sich das Organigramm des VRR anschauen

Zahlen und Daten

Hier finden Sie den jährlich erscheinenden Geschäftsbericht des VRR - den Verbundbericht - sowie den Jahresabschluss und die Gesamtberichte nach der VO (EG) Nr. 1370/2007.

Satzungen, Richtlinien und wichtige Dokumente

Hier finden Sie alle wichtigen Dokumente wie Satzungen, Geschäftsordnungen und Richtlinien des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und des Nahverkehrs-Zweckverbands Niederrhein (NVN) zum Download.

Satzungen und Geschäftsordnungen

Die Rechtsverhältnisse des VRR können in den unten stehenden PDF-Dokumenten nachgelesen werden.

Satzung VRR AöR

Die öffentliche Bekanntmachung der Satzung der VRR AöR, Stand 01. Januar 2015, finden Sie unter: recht.nrw.de

Geschäftsordnung VRR AöR

Satzung ZV VRR

Geschäftsordnung ZV VRR

Satzung ZV NVN

Satzung ZV VRR Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur

Geschäftsordnung ZV VRR Eigenbetrieb

Satzung zur Änderung der Umlagensatzung des ZV VRR 2019

Umlagensatzung des ZV VRR 2019

    Richtlinien zur ÖSPV-Finanzierung

    Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gewährt nach Maßgabe des europäischen Beihilferechts Finanzierungsmittel. Mit Mitteln nach §§11 (2) und 11a ÖPNVG NRW werden Vorhaben zur Verbesserung des ÖSPV finanziert.
    Der Gesamtbericht nach Art. 7 Abs. 1 VO (EG) Nr. 1370/2007 ist in den Räumlichkeiten der VRR AöR einsehbar.

    Richtlinie zur Finanzierung des ÖSPV im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Stand: 2018)

    Richtlinie zur Finanzierung des ÖSPV im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Stand: 2014)

    Richtlinie zur Finanzierung von Anreizen zum Einsatz neuwertiger und barrierefreier Fahrzeuge im ÖSPV im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr im Sinne des § 11 Abs. 2 ÖPNVG NRW

    Richtlinien für Direktvergaben gem. Verordnung (EG) Nr. 1370/2007

    Richtlinie zur Einnahmenaufteilung im VRR ab dem Jahr 2015

    Richtlinie Die Fahrplanbücher und Produktfahrpläne für den VRR

    Richtlinie ÖSPV-Haltestellenausstattung im VRR

    Der Einnahmenaufteilungsvertrag und die Richtlinie „Vertrieb“ sind in den Räumlichkeiten der VRR AöR einsehbar.

    zum Seitenanfang